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Betriebliche Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung bietet eine Möglichkeit, die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten. Grundsätzlich ist die Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit ein zentrales Motiv für Unternehmen, Weiterbildung zu fördern. Bei der Teilnahme an betrieblicher Weiterbildung wird wie selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausreichend lesen und schreiben und zum Beispiel Informationen verstehen und weitergeben können. Bei geringqualifizierten Beschäftigten ist das aber nicht immer der Fall. Gerade diejenigen, die schlechte Erfahrungen mit dem Lernen – beispielsweise in der Schule – gemacht haben und lernungewohnt sind, müssen, um an einer Weiterbildung teilnehmen zu können, besondere Hemmschwellen überwinden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (2017) waren im Jahr 2015 drei Viertel der Erwerbstätigen in betriebliche Weiterbildung (Lehrveranstaltungen und/oder andere Formen der betrieblichen Weiterbildung, wie geplante Weiterbildungsphasen am Arbeitsplatz/in der Arbeitsumgebung und planmäßiger Weiterbildung außerhalb des Arbeitsplatzes) eingebunden. Die Beteiligung von Geringqualifizierten an Weiterbildungsmaßnahmen ist im Vergleich mit qualifizierten Berufsgruppen seit Jahren am niedrigsten. Lediglich knapp ein Fünftel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Berufsabschluss haben 2016 an betrieblichen Weiterbildungen teilgenommen. Von den Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss bzw. einem Meister- oder Fachschulabschluss hat sich etwa die Hälfte betrieblich weitergebildet. Die Beteiligung bei den Personen mit abgeschlossener dualen Ausbildung lag bei 35 Prozent.

Anteil betrieblicher Weiterbildung unter den 18- bis 64-jährigen Personen, in Prozent
 
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung 2017; Institut der deutschen Wirtschaft

Die Ergebnisse des IW-Personalpanels 2014 zeigen, dass Unternehmen für Geringqualifizierte vor allem tätigkeitsbezogene Schulungen wie Sicherheitsunterweisungen, fachbezogene Schulungen, Teil- oder Nachqualifizierungen oder den Erwerb von Führerscheinen in Anspruch nehmen. Dagegen haben nicht direkt tätigkeitsorientierte Kurse erwartungsgemäß einen geringeren Stellenwert. Grundbildungsangebote wie Kurse zur nachträglichen Vermittlung von grundlegenden PC-Kenntnissen und Schulungen zur Förderung von Sozial- und Personalkompetenzen sowie Kurse zur Förderung der Rechen-, Lese- und Schreibfähigkeit werden deutlich seltener angeboten.

Weiterbildungsangebote für Geringqualifizierte
Mehrfachnennungen, in Prozent
 
Quelle: IW-Personalpanel 2014; gewichtete Ergebnisse, n = 750 Unternehmen mit Geringqualifizierten in den letzten fünf Jahren.

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